Navigation

Wintersemester 2019 / 2020

Entwicklungslinien im römischen Kaufrecht

Das Kaufrecht des BGB ist weitgehend von Vorstellungen geprägt, die bereits in der römischen Antike angelegt worden sind. Daran hat auch die sog. Schuldrechtsreform vor knapp 20 Jahren wenig geändert, die das moderne Kaufrecht zum Teil sogar wieder „römischer“ gemacht hat als es zuvor war – ohne daß dies von ihren Urhebern bemerkt oder gar bezweckt wurde. In unserem Seminar geht es darum, die Diskussionen der römischen Juristen über kaufrechtliche Probleme in ihrem Kontext nachzuvollziehen, d.h. unter Berücksichtigung der Vertragspraxis und der Handelsusancen. Im Vordergrund werden vor allem längere Textpassagen stehen, in denen römische Juristen versuchen, Fragen des Kaufrechts umfassend zu behandeln. Dabei wird sich ein Bild von dem ergeben, was die klassischen Juristen vornehmlich am Kauf interessierte – ob dieses mit unseren Fragestellungen übereinstimmt, wird sich dann vielleicht zeigen.

Hinweis insbesondere für Teilnehmer, die im Rahmen des Seminars die „studienbegleitende Arbeit“ verfassen möchten

Da im Zentrum des Seminars die Interpretation lateinischer Primärquellen steht, seien sie juristischer oder literarischer Art, sind Grundkenntnisse der lateinischen Sprache unabdingbare Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar. Ferner muss damit gerechnet werden, dass einschlägige Literatur zur Thematik nicht ausschließlich auf deutsch existiert, sondern auch in den führenden europäischen Fachwissenschaftssprachen (d. h. in italienischer, englischer oder französischer Sprache). Auch sollte sich im Vorfeld mit der Technik der Quellenexegese und der Literaturrecherche beschäftigt werden, um hierdurch auftretende Probleme zu vermeiden.

Bitte bedenken Sie:

Die studienbegleitende Arbeit ist eine Examensleistung und geht in die Note der Juristischen Universitätsprüfung (und damit in die Note Ihrer „Ersten Juristischen Prüfung“) ein.

Das bedeutet: Wer eine studienbegleitende Arbeit verfassen möchte, ohne zuvor Erfahrung mit der Exegese rechtshistorischer Texte – am besten durch die Teilnahme an einem einschlägigen Proseminar oder Seminar – gesammelt zu haben, solllte sich bewusst sein, dass einmal „bestandene“ studienbegleitende Arbeiten nicht zur Notenverbesserung wiederholt werden können.

Abschließender Hinweis für bereits angemeldete Teilnehmer: Sollten diesbezüglich Fragen auftauchen, wenden Sie sich an Jan Gadinger oder Maria Kietz.

Merkblatt für die Anfertigung der studienbegleitenden wissenschaftlichen Arbeit